Die ausführliche homöopathische Erstanamnese zur Wahl des sog. „Konstitutionsmittels“ für die Behandlung einer chronischen Erkrankung setzt ein sehr hohes Maß an Offenheit bezüglich Ihres körperlichen und seelischen Befindens sowie an Vertrauen in die Person des Therapeuten voraus. Deshalb sollten Sie sich in einem vorausgehenden Informationsgespräch klar werden, ob Sie zu Ihrem Arzt die für Sie notwendige Vertrauensbasis aufbauen können. Dass Ihr behandelnder Arzt diesbezüglich einer besonders strengen Schweigepflicht unterliegt, versteht sich von selbst.
Die homöopathische Arznei sollte zeitlich unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden. Bitte vermeiden Sie die gleichzeitige Anwendung ätherischer Öle (wie z.B. Eukalyptus, Menthol oder Kampfer). Auch sollten Sie wegen möglicher Wechselwirkungen parallel keine anderen homöopathischen bzw. homöopathisch zubereiteten Arzneimittel einnehmen.
Eine notwendige allopathische Behandlung (z.B. bei chron. Asthma, Rheuma, etc.) sollte gerade zu Beginn der homöopathischen Behandlung unverändert fortgesetzt werden. Dosisanpassungen (insbes. Dosisreduktion allopathischer Arzneimittel) sollten nur nach vorheriger Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt durchgeführt werden.
Häufig postulierte weitere Einschränkungen der bisherigen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten haben unserer Erfahrung nach keinen oder nur marginalen Einfluss auf den homöopathischen Therapieerfolg. Denn der mit Abstand wichtigste Parameter für eine erfolgreiche homöopathische Behandlung ist die Wahl des richtigen Arzneimittels.
Auch die Homöopathie ist keineswegs frei von Nebenwirkungen. Zu Beginn einer Behandlung kommt es nicht selten zu „Erstverschlimmerungen“, die meist milder als die ursprüngliche Krankheitssymptomatik verlaufen. Nebenwirkungen können auch durch ein falsch gewähltes Arzneimittel oder eine zu häufige Mitteleinnahme auftreten. Letzteres ist vor allem bei einer allzu sorglosen Selbstmedikation zu beobachten.
Bei allen Unklarheiten im Behandlungsverlauf und Nebenwirkungen sollten Sie Ihren behandelnden Arzt konsultieren.
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